Hochschule Düsseldorf
University of Applied Sciences

 

Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften
Faculty of Social Sciences and Cultural Studies

Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis - Seminardetails


aktuelles Semester: WS19/20
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Das Online-KomVor ermöglicht nach der Registierung das Erstellen eines persönlichen Stundenplanes für die eigene Planung.

Die Seminarbelegung erfolgt in beiden Bachelor Studiengängen bis 29.07.2019 unter "Prüfungsverwaltung" im
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Semester:WS19/20
 
Titel:

Was Soziale Arbeit mit #metoo und Co zu tun hat: Einführung zu Sexismus, sexualisierte Gewalt und Gegenwehr

 
 
Lehrgebiet/Studienbereich:Soziologie 
 
Scheine / Modul:BA SA/SP Prüfungen A 3.1/2, Modul: Gesellschaftliche Strukturen und Entwicklungen (Prüfungsordnungen bis 2010)
BA SA/SP Prüfungen A 3.1, Modul: Gesellschaftliche Strukturen und Entwicklungen (Prüfungsordnung 2011/2015)
BA SA/SP Prüfungen W.1/2: Soziale Arbeit und Schule (Prüfungsordnungen bis 2010)
BA SA/SP Prüfungen S 4.1-3: Schwerpunkt: Bildung und Soziale Arbeit (Prüfungsordnung 2011/2015)
BA Kind Prüfung SP4.1-3: Schwerpunkt: Bildung und Soziale Arbeit (Prüfungsordnung 2014/2015)
BA SA/SP Prüfungen S 6.1-3: Schwerpunkt: Exklusion-Inklusion-Diversity (Prüfungsordnung 2011/2015)
BA Kind Prüfung SP6.1-3: Schwerpunkt: Exklusion-Inklusion-Diversity (Prüfungsordnung 2014/2015)
BA SA/SP Prüfungen S 9.2: Schwerpunkt: Menschenrechte (Prüfungsordnung 2011/2015)
BA Kind Prüfung SP9.2: Schwerpunkt: Menschenrechte (Prüfungsordnung 2014/2015)
BA SA/SP Prüfungen S 11.1-3: Schwerpunkt: Zivilgesellschaft (Prüfungsordnung 2011/2015)
BA Kind Prüfung H3.2.1: Diversität von Kindheit und Familie - exemplarische Vertiefung (Prüfungsordnung 2014/2015)
BA Kind Prüfung WA.1: Wahlmodul (Prüfungsordnung 2014/2015)
BA SA/SP Prüfungen WM.1/2: Wahlmodul (Prüfungsordnungen ab 2011)
 
DozentIn:Leidinger, Christiane, Prof. Dr.
 
Zeit:Dienstag,
14:30 Uhr bis 17:45 Uhr,
ab dem 08.10. 4 SWS
 
Raum:03.2.054
 
Kommentar:
[editieren]
Die Bereitschaft zur selbständigen, auch umfangreicheren Lektüre von theoretischen Texten wird ebenso vorausgesetzt wie ein verantwortungsbewusster Umgang mit einem politischen und kontroversen Thema sowie des Weiteren ein ausgeprägtes Interesse an Reflexion und gemeinsamer Diskussion.

Teilnahmebeschränkung:

Dieses Seminar ist auf 45 TeilnehmerInnen beschränkt. (inhaltlich aufgrund der Sensibilität des Themas sowie didaktisch, u.a.
Kleingruppenarbeit, Reflexionsübungen.)

Inhalt:

Der Hashtag #metoo, unter dem Frauen* Sexismus- und Gewalterfahrungen mit anderen im Jahr 2017/18 teilten, holte die Debatte, die mit #aufschrei sowie der Debatte über einen sexistischen Kommentar eines FDP-Politikers 2013 begonnen hatte, zurück in gesellschaftliche Diskussion. Seit den Übergriffen auf Frauen in der Kölner Sylvesternacht 2015/16 wird das Thema sexualisierte Gewalt gegen Frauen jedoch insbesondere von rechtspopulistischen/völkisch-autoritären sowie von (extrem) rechten Kräften politisch instrumentalisiert und durch eine pauschale Zuschreibung von Täterschaft Rassismus geschürt: gegen Schwarze Jungs und Männer, gegen Männer of Color, gegen muslimische Jungs und Männer – oder die, die dafür gehalten werden.

Feministinnen reagierten auf die rassistisch motivierten Besetzungsversuche des Themas Gewalt gegen Frauen mit der Twitter-Kampagne #ausnahmslos – „Gegen sexualisierte Gewalt und Rassismus. Immer. Überall“ und Demonstrationen unter dem Slogan „Unser Feminismus ist antirassistisch“.

Aber was hat das mit Sozialer Arbeit zu tun?
Zum einen sind Anti-Gewalt-Arbeit und Anti-Diskriminierungsberatung wichtige Felder, teilweise zielgruppenspezifischer Sozialer Arbeit.
Zum anderen haben „Professionsangehörige“ der Sozialen Arbeit die „Pflicht“ „jegliche Diskriminierung zu unterlassen und der Diskriminierung durch andere entgegenzuwirken und diese nicht zu dulden“. Die „Professionsangehörigen distanzieren sich von Gewalt“ – so steht es in den berufsethischen Prinzipien des Deutschen Berufsverbandes für die Soziale Arbeit (DBSH).

Daran knüpft sich die Frage an: Was wird unter Diskriminierung verstanden? Was unter Gewalt? Was ist Sexismus? Was ist sexualisierte Gewalt? Was ist geschlechtsbezogene Gewalt? Wie überschneiden sich (intersektional) Macht- und Herrschaftsverhältnisse wie Sexismus und Rassismus oder Sexismus und Lesbenfeindlichkeit? Oder Sexismus und Behindertenfeindlichkeit? Welche Formen von feministischer Gegenwehr gab und gibt es? Diesen Fragen werden wir uns anhand von theoretischen, empirischen und praxisorientierten Texten widmen und weitere Materialien hinzuziehen.

Ein wichtiges Ziel des Seminars ist es, sexistische Diskriminierung und Gewalt nicht als jeweils individuelles Problem von Betroffenen wahrzunehmen, sondern als gesellschaftliches Problem zu erkennen und sich entsprechende Kenntnisse anzueignen, um professionsethisch handeln zu können: einzugreifen und für politische Änderungen einzutreten.

Empfehlungen zu speziellen Kenntnissen und Bereitschaften:

Kenntnisse aus den G3-Seminaren zu (Anti-)Diskriminierung, zu Gewalt oder zu Sexismus
sind von Vorteil, aber keine Bedingung der Teilnahme.

Die Bereitschaft zur selbständigen, auch umfangreicheren Lektüre von theoretischen Texten wird ebenso vorausgesetzt wie ein verantwortungsbewusster Umgang mit einem politischen und kontroversen Thema sowie des Weiteren ein ausgeprägtes Interesse an Reflexion und gemeinsamer Diskussion.

Arbeitsformen:

Vorab-Lektüre, AG-Arbeit, Plenums- und AG-Diskussionen, Reflexionsübungen.

Prüfungsleistungen bzw. Testat:

Mehrteilig für alle:

1. Reading Diary (RD, Merkblatt dazu auf Moodle) zu 3 Basis-Texten/Vorablektüre des Seminars (3x je 1,5-2 S.) (Hochladen auf Moodle spätestens 3 Werktage im Vorfeld der betreffenden Sitzung und direkter E-Mail-Versand an Dozentin: christiane.leidinger@hs-duesseldorf.de ) (Hinweis: freie Textwahl aus Basistexten, ohne Absprache und ohne Information an Dozentin).
+ Überarbeitung eines RDs nach der betreffenden Seminarsitzung: Abgabe der überarbeiteten Version eine Woche später: Ausdruck ins Postfach am Fachbereich (Bewertungen: bestanden/nicht bestanden + überarbeitete Version mit Benotung).

2. Fragenbeauftragte* zu 2 Basis-Texten/Vorablektüre im Vorfeld des Seminars:
2 Handouts (je 1 S.) mit je 3-5 herausgearbeiteten Kernthesen sowie 3-5 Diskussionsfragen (gemeinsame Absprache der Texte in der Einführungssitzung) + Hochladen auf Moodle 3 Werktage im Vorfeld der betreffenden Sitzungen).
+ Überarbeitung der 2 Handouts nach den jeweiligen Seminarsitzungen: Abgabe der überarbeiteten Version jeweils eine Woche später: Ausdruck ins Postfach am Fachbereich (Bewertungen: bestanden/nicht bestanden + überarbeitete Version mit Benotung).

3. Recherche eines Projekts (Soziale Arbeit, Bildung, politische Initiative) im Themenfeld des Seminars und Erarbeitung eines Handouts (1 S.) + Kurz-Präsentation (1-5min je nach Gruppengröße), (Hochladen des Handouts auf Moodle spätestens 3 Werktage im Vorfeld der betreffenden Sitzung und direkter E-Mail-Versand an Dozentin).

4. Abschlussreflexion zum Seminar (3 S., s. Merkblatt auf Moodle).

Gesamtabgabe s. Seminarplan.

Sonstige Informationen:

Die Bereitschaft zur selbständigen, auch umfangreicheren Lektüre von theoretischen Texten wird ebenso vorausgesetzt wie ein verantwortungsbewusster Umgang mit einem politischen und kontroversen Thema sowie des Weiteren ein ausgeprägtes Interesse an Reflexion und gemeinsamer Diskussion.

Basisliteratur:

Blumberg, Tina (o.J. [2003]): Sexualisierte Diskriminierung und Gewalt an der Hochschule… hat viele Gesichter… wird oft verschwieden...geht uns alle an! Eine Informationsbroschüre der Gleichstellungsbeauftragte der Universität Bielefeld. Bielefeld o.J. (2003).
http://www.uni-bielefeld.de/gleichstellungsbeauftragte/sexualisierte_diskriminierung.pdf.

Scherr, Albert (2016): Diskriminierung. Wie Unterschiede und Benachteiligungen gesellschaftlich hergestellt werden. Wiesbaden: Springer VS, 2., überarb. Aufl. 2016.

Wizorek, Anne (2014): Weil ein #Aufschrei allein nicht reicht. Für einen Feminismus von heute. Frankfurt/M.: Fischer 2014.

 
Seminarbelegung:Die Online-Seminarbelegung in den Bachelor Studiengängen und für MB6.1 im MA PB war nur bis zum 29.07.2019 möglich. Freie Plätze werden ggf. in der ersten Seminarsitzung vergeben (soweit nicht oben im Kommentar anders angegeben). In allen Seminaren in den Grundmodulen der Bachelor Studiengänge gibt es freie Plätze wenn nicht oben unter Teilnahmebeschränkung etwas anderes Vermerkt ist.

 
Prüfungsanmeldung und Testatanmeldung:Frist zur Prüfungs- und Testatanmeldung für dieses Seminar:
20.09.2019 bis 11.11.2019


Wenn Sie sich durch Unterschrift auf der Seminarliste verbindlich zum Seminar angemeldet haben, müssen Sie sich zusätzlich innerhalb der oben genannten Frist selbst im OSSC zur Prüfung bzw. zum Testat anmelden.
Online Studierenden Support Center (OSSC) >>
(soweit nicht oben im Kommentar anders angegeben).

Die Prüfungsanmeldung (auch zur Anmeldung zum Testat) finden Sie im OSSC nach Login unter "Prüfungsverwaltung", eine Beschreibung des Verfahrens finden Sie hier:
Infos zur Prüfungs- und Testatanmeldung >>

 
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