Hochschule Düsseldorf
University of Applied Sciences

 

Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften
Faculty of Social Sciences and Cultural Studies

Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis - Seminardetails


aktuelles Semester: WS21/22
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Semester:SS16
 
Titel:

Soziale Arbeit in alternden Gesellschaften

 
 
Lehrgebiet/Studienbereich:Soziologie 
 
Scheine / Modul:BA Soz Prüfungen A 3.1/2, Modul: Gesellschaftliche Strukturen und Entwicklungen (Prüfungsordnungen bis 2010)
BA Soz Prüfungen A 3.1, Modul: Gesellschaftliche Strukturen und Entwicklungen (Prüfungsordnung 2011/2015/2021)
BA Soz Prüfungen S 3.1: Schwerpunkt: Bewegungs- und Erlebnispädagogik (Prüfungsordnung 2011/2015/2021)
BA Soz Prüfungen W.1/2: Wahlmodul: Gesundheit, Gesundheitsförderung - Prävention - Rehabilitation (Prüfungsordnungen bis 2010)
BA Soz Prüfungen S 7.1-3: Schwerpunkt: Gesundheit (Prüfungsordnung 2011/2015/2021)
BA Soz Prüfungen W.1/2: Altern und Soziale Arbeit mit Älteren (Prüfungsordnungen bis 2010)
BA Soz Prüfungen S 10.1-3: Schwerpunkt: Soziale Arbeit im demografischen Wandel - Soziale Arbeit mit Älteren (Prüfungsordnung 2011/2015/2021)
BA Kind Prüfung WA.1: Wahlmodul (Prüfungsordnung 2014/2015/2021)
BA Soz Prüfungen WM.1/2: Wahlmodul (Prüfungsordnungen ab 2011)
 
DozentIn:Weidekamp-Maicher, Manuela, Prof. Dr.
 
Zeit:Donnerstag,
09:00 Uhr bis 12:30 Uhr
Seminarumfang:4 SWS
Seminarbeginn:07.04
 
Raum:04.E.002 Hörsaal
 
Kommentar:
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Es wird eine aktive Teilnahme am Seminar erwartet!

Inhalt:

Deutschland kann heute als eine alternde Gesellschaft bezeichnet werden. Dies bedeutet, dass die Anzahl und der Anteil älterer Menschen an der Gesamtbevölkerung bereits hoch sind und in der Zukunft weiter steigen werden (Stichwort: demografischer Wandel). Aktuellen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes zufolge bestehen Anzeichen dafür, dass auch die Lebenserwartung künftig zwar langsamer, aber kontinuierlich steigen wird. Mit dieser Entwicklung nimmt für die Absolventinnen und Absolventen der Sozialen Arbeit die Wahrscheinlichkeit zu, mit der Zielgruppe älterer Menschen im Rahmen der beruflichen Tätigkeit in Berührung zu kommen, denn ältere Menschen sind nicht nur Adressatinnen und Adressaten altersspezifischer Angebote, sondern auch Klientinnen und Klienten anderer, nicht primär für diese Altersgruppe konzipierten Angebote. Als Beispiele lassen sich der allgemeine soziale Dienst, Angebote für Migrantinnen und Migranten, die Suchtkrankenhilfe, Sport und Bewegung im Alter oder etwa die Betreuung und Vernetzung von Menschen im bürgerschaftlichen Engagement nennen. Weil auch die typischen Klientinnen- und Klientengruppen eine höhere Lebenserwartung erreichen, bedarf es eines entsprechenden Wissens über die Lebenslagen älterer Menschen. Im Zuge des demografischen Wandels hat zugleich die Altenpolitik an Relevanz gewonnen. So sind in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten neue altersspezifische Dienste und Einrichtungen entstanden, die durch den strukturellen Wandel in der Lebensphase Alter einerseits und die in der Sozialen Arbeit stattfindende Professionalisierung andererseits einem fortwährenden Prozess der Ausdifferenzierung unterliegen. Hier lassen sich als Beispiele die Demenz-Servicezentren, spezifische Wohnberatungsstellen oder auch Technikberatungsstellen nennen.
Seit der durch Hans Peter Tews (1979) vorgelegten These zum Strukturwandel des Alters sowie der von Peter Laslett (1995) eingeführten Differenzierung zwischen dem „dritten“ und dem „vierten Alter“ ist es heute insbesondere die professionelle Praxis, die in Abhängigkeit von den Bedürfnissen und Bedarfen spezifischer Zielgruppen Älterer in Ihrer Rolle als Klientinnen und Klienten der Sozialen Arbeit zu einer weiteren Ausdifferenzierung der verschiedenen Tätigkeits- bzw. Handlungsfelder beiträgt. Im Rahmen des Seminars wird es um die Analyse dieser Ausdifferenzierungsprozesse gehen sowie um die daraus entstandenen, vielfältigen Tätigkeitsfelder der Sozialen Arbeit. Den Einstieg in das Seminar bildet die Beschäftigung mit dem demografischen Wandel und den aus ihm erwachsenden gesamtgesellschaftlichen Entwicklungen. Im weiteren Schritt wird es um die Differenzierung der Lebensphase Alter gehen sowie die damit einhergehende Diversifikation der Tätigkeitsfelder der Sozialen Arbeit. Im weiteren Schritt werden konkrete Arbeitsfelder der Sozialen Arbeit unter der Berücksichtigung verschiedener Zielgruppen älterer Menschen dargestellt. Im Rahmen einer abschließenden Diskussion soll es um eine kritische Analyse der Position der Sozialen Arbeit im Hinblick auf die dargestellten Trends gehen.

Arbeitsformen:

Vorträge der Dozentin, Präsentationen der Studierenden, Literaturarbeit, Gruppenarbeit, ggf. eine Exkursion

Prüfungsleistungen bzw. Testat:

Referat im Umfang von ca. 45 Minuten pro Person mit einer Präsentation und der Moderation einer Diskussion sowie ein Handout von 2 bis 3 Seiten. Die Themen der Referate werden in der ersten Sitzung des Seminars abgestimmt. Die Referate sollen inhaltlich auf die Entwicklung eines fundierten Konzeptes für ein konkretes Angebot in einem der vorgestellten Tätigkeitsfelder einhegen.

Basisliteratur:

Aner, K. & Karl, U. (Hrsg.) (2010). Handbuch Soziale Arbeit und Alter. Wiesbaden: VS.

Laslett, P. (1995). Das dritte Alter: historische Soziologie des Alterns. München.

Tews, H.P. (1979). Soziologie des Alterns. 3. Auflage. Heidelberg: Quelle & Meyer.

Wahl, H.-W., Tesch-Römer, C. & Ziegelmann, J.P. (Hrsg.) (2012). Angewandte Gerontologie. Interventionen für ein gutes Altern in 100 Schlüsselbegriffen. Stuttgart: Kohlhammer.

Weitere Literaturempfehlungen werden im Seminar bekannt gegeben.

 
Seminaranmeldung:Die Online-Seminaranmeldung der ersten Phase in den Bachelor-Studiengängen und im Master Empowerment Studies war nur bis zum 26.07.2021 möglich. Weitere Seminarwünsche können in der zweiten Phase bis zum 04.10.2021 abgegeben werden im
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Informationen zur zweiten Phase und zur Vergabe von freien Plätzen.

Die Seminaranmeldung finden Sie im OSSC nach Login unter "Prüfungsverwaltung", eine Beschreibung des Verfahrens finden Sie hier:
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In allen Seminaren in den Grundmodulen der Bachelor-Studiengänge und im ersten Semester des Master Empowerment Studies gibt es freie Plätze wenn nicht oben unter Teilnahmebeschränkung etwas anderes vermerkt ist. Studierende im ersten Semester geben ihre Seminarwünsche bis zur Frist der zweiten Phase ab.

 
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