Hochschule Düsseldorf
University of Applied Sciences

 

Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften
Faculty of Social Sciences and Cultural Studies

Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis - Seminardetails


aktuelles Semester: WS21/22
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Das Online-KomVor ermöglicht nach der Registierung das Erstellen eines persönlichen Stundenplanes für die eigene Planung.

Die Seminaranmeldung erfolgt in beiden Bachelor Studiengängen in zwei Phasen unter "Prüfungsverwaltung" im
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Erste OSSC-Seminaranmeldung bis 26.07.2021
Zweite OSSC-Seminaranmeldung bis 04.10.2021

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Semester:SS21
 
Titel:

Ältere Menschen in der digitalen Transformation

 
 
Lehrgebiet/Studienbereich:Soziologie 
 
Scheine / Modul:BA Soz Prüfungen A 3.1, Modul: Gesellschaftliche Strukturen und Entwicklungen (Prüfungsordnung 2011/2015/2021)
BA Soz Prüfungen S 3.1: Schwerpunkt: Bewegungs- und Erlebnispädagogik (Prüfungsordnung 2011/2015/2021)
BA Soz Prüfungen S 6.1-3: Schwerpunkt: Exklusion-Inklusion-Diversity (Prüfungsordnung 2011/2015/2021)
BA Soz Prüfungen S 7.1-3: Schwerpunkt: Gesundheit (Prüfungsordnung 2011/2015/2021)
BA Soz Prüfungen S 10.1-3: Schwerpunkt: Soziale Arbeit im demografischen Wandel - Soziale Arbeit mit Älteren (Prüfungsordnung 2011/2015/2021)
BA Kind Prüfung WA.1: Wahlmodul (Prüfungsordnung 2014/2015/2021)
BA Soz Prüfungen WM.1/2: Wahlmodul (Prüfungsordnungen ab 2011)
 
DozentIn:Weidekamp-Maicher, Manuela, Prof. Dr.
 
Seminarformat:Aktuell ist nicht absehbar, inwieweit in diesem Semester Seminare in Präsenz stattfinden können. Die aktuelle Planung für dieses Seminar ist vor diesem Hintergrund:
Onlinesemiar, ergänzt durch Treffen vor Ort, soweit möglich

Die konkrete Umsetzung besprechen die Lehrenden mit den Studierenden zum Seminarbeginn online in Moodle oder in Videokonferenzen. Bitte beachten, dass auch bei Onlineseminaren ggf. Prüfungen in Präsenz stattfinden können.
 
Zeit:Donnerstag,
09:00 Uhr bis 12:30 Uhr
Seminarumfang:4 SWS
Seminarbeginn:15.04
 
Raum:Online (optional 03.2.044)
 
Kommentar:
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Inhalt:

Digitalisierung und Digitalität, Robotik und künstliche Intelligenz, AAL und Internet der Dinge, Soziale Arbeit 4.0 und Pflege 4.0 – die Begriffe sind Begleiter eines Trends der gesamtgesellschaftlichen Durchdringung durch digitale Technologien. Der damit verbundene Prozess, der keinesfalls ganz neu ist, unterliegt allerdings heute einer starken Beschleunigung. Und da er allumfassend ist, d.h. weite Teile des alltäglichen Lebens und Arbeitens betrifft, wird er auch als digitale Transformation bezeichnet. Zentral für ihn ist, dass er über einen „simplen“ Wandel vom Analogen zum Digitalen hinausgeht. Digitalisierung in der heutigen Form meint nicht nur den bereits allgegenwärtigen Einsatz von Computern und Software, sondern eine Vernetzung von Dingen und Handlungen in einer Weise, die vor einigen Jahren noch undenkbar war. Der Prozess, der in den 1980er Jahren begann, erreichte mit der starken Nutzung des Internets (seit den 1990er) und der massenhaften Verbreitung mobiler Endgeräte (seit den 2000er Jahren) eine neue Qualität, so dass es für einige Expert*innen nur eine Frage der Zeit zu sein scheint, wann z.B. autonome Geräte, Produkte aus dem 3-D-Drucker oder Roboter hochwertige Dienstleistungen ersetzen können. Da ältere Menschen, insbesondere Menschen mit Pflegebedarf, seit längerer Zeit eine wichtige Zielgruppe verschiedener Entwicklungen in diesem Feld bilden, werden auch Sozialarbeiter*innen immer häufiger Zeug*innen von Technisierungs-, insbesondere Digitalisierungsprozessen. Dabei sehen sich gerade Sozialarbeiter*innen in einem Dilemma gefangen, das zwischen der Bewahrung erprobter und als Bestandteil der professionellen Identität geltender Methoden und Lösungen (z.B. in der Beratung) und dem Streben nach neuen, digitalen Anwendungen, deren Folgen für die Qualität der Versorgung jedoch häufig unklar sind, besteht. Die unmittelbare Beschäftigung mit Digitalisierungsprojekten zeigt zugleich, dass für deren Begleitung neue Fach- und Reflexionskompetenzen erforderlich sind. Wichtig sind sie nicht nur, weil der Umgang mit digitalen Technologien neues Wissen erfordert, sondern auch, weil Digitalisierung neue Kooperationen, z.B. mit Technikentwickler*innen und -anbieter*innen erzwingt. Schließlich stellen sich in der Sozialen Arbeit aber auch Fragen der digitalen Daseinsfürsorge und des gerechten Zugangs zur Digitalität, u.a. die Frage danach, wie der Zugang einer wachsenden Gruppe älterer Menschen zur digitalen Welt gelingen kann. Hier bedarf es der Entwicklung neuer Beratungs- und Schulungsangebote in der offenen Altenarbeit. Auf der anderen Seite gewinnen digitale Anwendungen, z.B. in Form von sog. assistiven oder AAL-Systemen immer mehr an Bedeutung, indem sie etwa in den Bereich der häuslichen Pflege eindringen. Angesichts der Vielfalt der mit der digitalen Transformation verbunden Diskurse will das Seminar einen Einblick in die Grundlagen der Digitalisierungsdebatten im Kontext der Lebensphase Alter geben. Es beschäftigt sich mit ausgewählten Strängen der Diskussion über die digitale Transformation als gesellschaftlichem Prozess, vermittelt ausgewählte Grundlagen der Techniksoziologie und greift ausgewählte Chancen als auch Risiken – insbesondere unter der Betrachtung ausgewählte ethischer Debatten – auf. Für die Soziale Arbeit gilt es dabei die Frage zu stellen, wie die eigene professionelle Identität angesichts der mit Digitalisierung einhergehenden Risiken bewahrt, andererseits aber auch, wie sie angesichts der Chancen der Digitalisierung weiterentwickelt werden kann und muss. Reflektiert werden soll daher auch die Rolle der Sozialen Arbeit, die sie als aktive – auch politische – Akteurin in diesem Prozess einnehmen kann.

Arbeitsformen:

Vorträge der Dozentin, Präsentationen der Studierenden, Textlektüre, Filmanalyse

Prüfungsleistungen bzw. Testat:

Referat im Umfang von ca. 40 Minuten pro Person. Zu den Bestandteilen des Referates gehört ein Vortrag mit Präsentation sowie einer moderierten Diskussion. Die Themen der Referate werden in der ersten Sitzung des Seminars abgestimmt.

Basisliteratur:

Anmuts, K. (2020). Neuro-Enhancement. Über gegenwärtige und zukünftige Chancen und Risiken eines neurowissenschaftlichen Forschungsfeldes unter dem Einfluss von Künstlicher Intelligenz und Digitalisierung für ältere Menschen. Expertise zum Achten Altersbericht der Bundesregierung.
Becka, D., Evans, M. & Hilbert, J. (2017). Digitalisierung in der sozialen Dienstleistungsarbeit. Stand, Perspektiven, Herausforderungen, Gestaltungsansätze. Forschungsinstitut für gesellschaftliche Weiterentwicklung. Düsseldorf.
Bendel, O. (2019). 350 Keywords Digitalisierung. Wiesbaden: Springer Gabler.
Blossfeld, H.-P., Bos, W., Daniel, H.-D., Hannover, B., Köller, O., Lenzen, D., McElvany, N., Roßbach, H.-G., Seidel, T., Tippelt, R. & Wößmann, L. (2018). Digitale Souveränität und Bildung. Münster: Waxmann.
Buhr, D., Christ, C., Frankenberger, R., Fregin, M.-Ch., Schmid, J. & Trämer, M. (2017). Auf dem Weg zu Wohlfahrt 4.0? Die Digitalisierung des Wohlfahrtsstaates in den Politikfeldern Arbeit, Gesundheit und Innovation im europäischen Vergleich. Friedrich-Ebert-Stiftung.
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) (Hrsg.) (2020a). Achter Altersbericht: Ältere Menschen und Digitalisierung. Bundestagsdrucksache 19/21650.
Deutscher Bundestag (2018). Bericht des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung (18. Ausschuss) gemäß § 56a der Geschäftsordnung Technikfolgen-abschätzung (TA): Robotik und assistive Neurotechnologien in der Pflege – gesellschaftliche Herausforderungen. Bundestagsdrucksache 19/2790.
Deutscher Ethikrat (Hrsg.) (2020). Robotik für gute Pflege. Stellungnahme. Berlin.
Gransche, B. & Manzeschke, A. (2020). Das geteilte Ganze. Einleitende Überlegungen zu einem Forschungsprogramm. In B. Gransche & A. Manzeschke (Hrsg.), Das Geteilte Ganze. Horizonte Integrierter Forschung für künftige Mensch-Technik-Verhältnisse (S. 1-33). Wiesbaden: Springer-VS.
Groth, O., Nutzberg, M. & Esposito, M. (2018). Regeln für Roboter. Warum wir eine digitale Magna Carta für das Zeitalter der intelligenten Maschinen brauchen. Die digitale Zukunft. Auslandsinformationen 1/2018.
Kamin, S.T., Lang, F. & Kamber, T. (2017). Social contexts of technology use in old age. In S. Kwon (Hrsg.), Gerontechnology. Research, practice, and principles in the field of technology and aging. New York: Springer.
Lackes, R. (2018). Internet of Things. Konrad-Adenauer Stiftung, Analysen & Argumente – Digitale Gesellschaft, Juli 2018/Ausgabe 208.
Misselhorn, C. (2019). Grundfragen der Maschinenethik. Stuttgart: Reclam. 4. Auflage.
Peek, S.T.M., Wouters, E.J.M., van Hoof, J., Luijkx, K.G., Boejie, H.R. & Vrijhoef, H.J.M. (2014). Factors influencing acceptance of technology for aging in place: A systematic review. International Journal of Medical Informatics, 83, 235-248.
Pelizäus-Hoffmeister, H. (2013). Zur Bedeutung von Technik im Alltag Älterer – Theorie und Empirie aus soziologischer Perspektive. Wiesbaden: Springer: VS.
Remmers, H. (2015). Natürlichkeit und Künstlichkeit. Zur Analyse und Bedeutung von Technik in der Pflege des Menschen. Technikfolgeabschätzung: Theorie und Praxis, 24 (2), 11-20.

 
Anwesenheit:Ein grundlegendes Ziel des Studiums sind auch die in den Modulhandbüchern beschriebenen Sozial- und Subjektkompetenzen im Bereich der Kommunikation und der sozialen Interaktion. Gerade diese Kompetenzen werden zu einem wesentlichen Anteil auch in der Begegnung in den Seminaren erworben. Insofern ist Ihre Teilnahme wichtig!

Für dieses Seminar ist die Teilnahme nach § 12 Abs. 6 der RahmenPO aber keine formale Voraussetzung für die Prüfung oder das Testat. Bitte beachten Sie, dass Sie sich die Inhalte und Kompetenzen, die in den Seminarsitzungen vermittelt werden, selbstständig aneignen müssen, wenn Sie nicht teilnehmen. Sie haben keinen Anspruch, dass alle Inhalte der Seminarsitzungen auch in anderer Form bereitgestellt werden, ggf. müssen sie diese selbst recherchieren und erlernen.

In Seminaren mit Referaten, Präsentationen u.ä. als Prüfungsleistung oder Testat ist eine Anwesenheit an der dafür festgelegten Sitzung in jedem Fall als Prüfungs- bzw. Testattermin erforderlich (sofern keine Regelung zum Nachteilsausgleich bzw. zur angemessenen Berücksichtigung familiärer Fürsorge eingreift).

In Seminaren mit Prüfungen/Testaten in Gruppenarbeit, Referaten, Präsentationen u.ä. müssen Sie außerdem an dem im KomVor oder im Seminar ggf. angegebenen Termin zur Abstimmung der Gruppen bzw. der Themen und Termine für Referate, Präsentationen u.ä. teilnehmen oder sich entsprechend der Angaben des/der Lehrenden bei ihm/ihr melden um das abzustimmen – ggf. müssen Sie sich dann selbst eine Gruppe suchen oder Sie werden zu einem Thema, Termin bzw. einer Gruppe zugewiesen.

 
Seminaranmeldung:Die Online-Seminaranmeldung der ersten Phase in den Bachelor-Studiengängen und im Master Empowerment Studies war nur bis zum 26.07.2021 möglich. Weitere Seminarwünsche können in der zweiten Phase bis zum 04.10.2021 abgegeben werden im
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(soweit nicht oben im Kommentar anders angegeben)
Informationen zur zweiten Phase und zur Vergabe von freien Plätzen.

Die Seminaranmeldung finden Sie im OSSC nach Login unter "Prüfungsverwaltung", eine Beschreibung des Verfahrens finden Sie hier:
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In allen Seminaren in den Grundmodulen der Bachelor-Studiengänge und im ersten Semester des Master Empowerment Studies gibt es freie Plätze wenn nicht oben unter Teilnahmebeschränkung etwas anderes vermerkt ist. Studierende im ersten Semester geben ihre Seminarwünsche bis zur Frist der zweiten Phase ab.

 
Prüfungsanmeldung und Testatanmeldung:Frist zur Prüfungs- und Testatanmeldung für dieses Seminar:
26.03.2021 bis 10.05.2021


Wenn Sie im OSSC einen Seminarplatz erhalten haben (in den Masterstudiengängen ggf. abweichende Regelungen beachten) oder wenn der*die Dozent*in Sie nachträglich im Seminar zugelassen hat, müssen Sie sich zusätzlich innerhalb der oben genannten Frist selbst im OSSC zur Prüfung bzw. zum Testat anmelden.
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Die Prüfungsanmeldung (auch zur Anmeldung zum Testat) finden Sie im OSSC nach Login unter "Prüfungsverwaltung", eine Beschreibung des Verfahrens finden Sie hier:
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